VERFASST VONukbnewsroom

NRW-Gesundheitspreis für Projekt „Von Anfang an gemeinsam“

Preisverleihung in Düsseldorf – Unterstützung für junge Familien in schwierigen Situationen

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat heute das Bonner Projekt „Von Anfang an gemeinsam – Frühe Hilfen im Krankenhaus“ mit dem Gesundheitspreis des Landes Nordrhein-Westfalen 2019 ausgezeichnet. Im Rahmen einer Feierstunde überreichte Laumann den Preis in Düsseldorf.

„Von Anfang an gemeinsam – Frühe Hilfen im Krankenhaus“ ist ein innovatives Projekt des Bonner Caritasverbandes und des Familienkreises e.V. in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Bonn (UKB) und dem St.-Marien-Hospital Bonn. Ziel des Projektes ist es, Familienhebammen einen unkomplizierten Zugang zu belasteten Familien zu ermöglichen, um so Probleme in der Familie oder Entwicklungsdefizite bei Neugeborenen frühzeitig erkennen und gegensteuern zu können.

So begründete der Gesundheitsminister die Auszeichnung: „Das Projekt in Bonn unterstützt rund um die Geburt und in der oft schwierigen Zeit danach junge Familien in besonders belasteten Lebenslagen. In zwei Bonner Kliniken wurden Hebammen eingestellt, die bei persönlichen oder sozialen Problemen jungen Eltern zur Seite stehen. Das Projekt zeigt in vorbildlicher Weise, wie Babys auch in schwierigen familiären Situationen bessere Chancen für eine gesunde Entwicklung bekommen können.“

Caritasdirektor Jean-Pierre Schneider und Anja Henkel vom Familienkreis e.V. bedankten sich für die Auszeichnung: „Mit dem Bonner Universitätsklinikum und dem St- Marien-Hospital haben wir kompetente Partner an unserer Seite, die junge Familien bereits in einem sehr frühen Stadium kompetent unterstützen können. Der niedrigschwellige Zugang in den Krankenhäusern ist ein wichtiger Aspekt des Projekts.“

„Frühe Hilfen im Krankenhaus“ verfolgt das Ziel, eine systematische und koordinierte Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Jugendhilfe zu etablieren. Durch die im Universitätsklinikum Bonn (UKB) sowie im St.-Marien-Hospital tätigen Familienhebammen wird die Ansprache und Unterstützung junger Familien in belasteten Lebenslagen zu einem sehr frühen Zeitpunkt gewährleistet.

Belastungen frühzeitig erkennen und gegensteuern
Belastungen in Familien werden so frühzeitig erkannt, damit passgenaue Hilfe eingeleitet und die gesunde Entwicklung des Kindes unterstützt werden kann. Gleichzeitig fungieren die Familienhebammen als Multiplikatorinnen und Mittlerinnen zwischen Einrichtungen des Netzwerks „Frühe Hilfen“ und dem Krankenhaus. Dadurch wird die Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Jugendhilfe erheblich optimiert.

Idee entstand aus dem Netzwerk Frühe Hilfen Bonn
Die Idee zum Projekt „Von Anfang an gemeinsam – Frühe Hilfen im Krankenhaus“ entstand aus der täglichen Arbeit der 2011 eingerichteten Koordinierungsstelle des Netzwerks „Frühe Hilfen Bonn“. Das Netzwerk besteht aus  57 Einrichtungen und Trägern u.a. aus den Bereichen Gesundheitshilfe, Jugendhilfe, Soziales, Familienbildung, Ehrenamt. Die Koordinierungsstelle arbeitet im Auftrag der Stadt Bonn unter der Leitung der Bonner Caritas und des Familienkreis e.V.

Für das ausgezeichnete Projekt „Frühe Hilfen im Krankenhaus“ konnten mit dem Universitätsklinikum Bonn (UKB) und dem St.-Marien-Hospital Bonn die Hauptversorger rund um die Geburt und die medizinische Behandlung von Neugeborenen und Kleinkindern im Bonner Raum als Kooperationspartner gewonnen werden.

Alexander Pröbstl, Vorstand für Pflege und Patientenservice am UKB:
„Unsere Familienhebamme unterstützt Kinder, Mütter und Väter durch allgemeine Beratung und spezifische Angebote in den ersten gemeinsamen Lebenstagen auf Station: Dies kann von der Organisation einer Hebammenbetreuung für zuhause oder einer Haushaltshilfe über die Förderung einer guten Eltern-Kind-Bindung bis hin zur Vermittlung einer Ansprechperson bei Verdacht auf Wochenbettdepression gehen. Mit diesen Frühen Hilfen wollen wir eine gute Patientenversorgung über den Klinikaufenthalt hinaus bewirken.“

Carola Tönnemann, Pflegedirektorin der GFO-Kliniken Bonn:

„Wir lernen hier täglich Familien mit einem besonderen Unterstützungsbedarf kennen. Das Angebot der Familienhebamme ermöglicht es, diese Familien über passende Hilfsangebote zu beraten und bei Bedarf auch anzubinden. Die enge Zusammenarbeit mit den Frühen Hilfen Bonn macht diese Arbeit erst möglich und ist für uns ein eine große Bereicherung: Für die Familien, aber auch für unsere Mitarbeiter.“

Das Bonner Modell „Von Anfang an gemeinsam – Frühe Hilfen im Krankenhaus“ wurde zunächst von der Stiftung Jugendhilfe der Sparkasse Bonn und dem Ehe- und Familienfonds des Erzbistums Köln gefördert. Seit Ende 2018 übernimmt die Stadt Bonn die Finanzierung des Angebots. Hinzu kommen Eigenanteile der beteiligten Träger.

Bildnachweis: Andreas Fischer

Kontakt und weitere Informationen:
Frühe Hilfen Bonn – Koordinierungsstelle
Susanne Absalon, Anja Henkel
Fritz-Tillmann-Str. 8-12
Tel.: 0228 108248
info@fruehehilfen-bonn.de
www.fruehehilfen-bonn.de

Ute-Andrea Ludwig
Pressesprecherin am Universitätsklinikum Bonn (UKB)
0228 287-13457
ute-andrea.ludwig@ukbonn.de
www.ukbonn.de

Carola Tönnemann,
Pflegedirektorin GFO-Kliniken Bonn
0228 505-2741
carola.toennemann@gfo-kliniken-bonn.de